21. Januar 2016

Newsletter 21.01.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe unser Portal www.schmalwasser-aktiv.de aktualisiert, so dass Sie es aktuell abrufen können. (Rev. 21.01.2016.00)

Im März 2015 konnte der Investor Trianel mit politischer und fachlicher Unterstützung der Rot-Rot-Grünen Landesregierung und des Thüringer Landesverwaltungsamtes das Raumordungsverfahren erfolgreich abschließen. Alle politischen und fachlichen Entscheidungen wurden an den Forderungen des Investors ausgerichtet. Erste Risse bekam das Bild, als im September 2015 Trianel eingestand, aufgrund fehlender Rahmenbedingungen müsse man das Projekt „auf Eis legen“.

Wir möchten Ihnen in diesem Newsletter Informationen zu den energiewirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Hintergründen für diese Entscheidung geben. Die Bundesregierung hat sich den Forderungen der Pumpspeicherlobby nach Subventionierung neuer Pumpspeicher widersetzt. Sie nimmt Weichenstellungen bei der Gestaltung der Energiewende vor, die von der Energiewirtschaft aufgegriffen werden und zu erfolgreichen Investitionen in innovative Speichertechnik und in neue Verfahren zur Netzregelung führen.

Neue Inhalte:
(1) Auf der Titelseite unter „Die Schmalwasser Kapitalsenke“
Wir haben auf Basis aktueller Betreiberdaten mit einem anerkannten Kalkulationsmodell die möglichen jährliche Erträge/Verluste des geplanten PSW Schmalwasser berechnet. Wie erwartet liegt es in der Verlustzone. Die jährlichen Verluste würden sich auf über 85 Mio. Euro belaufen.

Auch bei der Verpachtung der Schmalwassertalsperre an Trianel schaut Thüringen in die Röhre.
Die Thüringer Landesregierung hat sich bei den Verhandlungen über die Verpachtung der
Schmalwassertalsperre über den Tisch ziehen lassen. Die vereinbarte Pacht gleicht gerade einmal die Unterhaltskosten der Talsperre aus.

(2) In der Kolumne „Die Initiative/Ehrenpreis für die Bürgerinitiative“
Die CDU Fraktion im Thüringer Landtag ehrte in einer Festveranstaltung im Kaisersaal in Erfurt am
18.11.2015 zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus allen Teilen des Freistaates für ihre ehrenamtliche
Tätigkeit und ihr Engagement um das Gemeinwohl. Unter den Preisträgern befand sich auch unsere Bürgerinitiative. Wir freuen uns über die Wertschätzung der CDU Landtagsfraktion für unsere Arbeit zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen und für ein Energiekonzept zum Nutzen Thüringens.

(3) In der Kolumne „Schlagseite/Die Liste“ und „Nagelprobe/Hochtief gibt PSW-Planungen auf“
Der Investor Hochtief aus Essen stellte alle seine Pläne zum Bau von Pumpspeichern ein. Betroffen sind die
Planungen für die 200 MW PSW Leinetal (Niedersachsen), 250 bis 500 MW PSW Hainleite (Thüringen), 320 MW PSW Lippe (NRW) und 320 MW PSW Zollernalb (Baden Württemberg). In den derzeitigen Diskussionen im Rahmen der Energiemarkt-Initiative der Bundesregierung erkenne Hochtief keine Perspektive für ihre Pläne.

(4) In der Kolumne „Kommentare/Bürgerentscheid gegen PSW Osser“
In einem Bürgerentscheid stimmten 85% der Bürger gegen das geplante Pumpspeicherwerk am Osser im
Bayerischen Wald. Damit ist das Pumpspeicherwerk endgültig gescheitert. Das Aktionsbündnis wurde von
Kommunalpolitiker, den regionalen Umweltverbänden, vom Präsident des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Prof. Hubert Weiger und von Michael Sterner, Professor für Energiespeicher der OTH Regensburg, unterstützt.
(5) In der Kolumne „Nagelprobe/Projektliste neuer Batteriespeicher“
Wir mache Sie mit Planungen für innovative Batteriespeicher bekannt. Direkt am Ort der Stromerzeugung schaffen sie den nötigen zeitlichen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage, sind heute schon wirtschaftlich zu betreiben und senken die Kosten des Verteilnetzausbaus deutlich.

(6) In der Kolumne „Nagelprobe/Studie Regelenergie Fraunhofer-Tennet“
In einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 570.000 Euro geförderten
Forschungsprojekt entwickelten die Projektpartner Fraunhofer IWES und Tennet ein neues Verfahren zur Bestimmung der Regelleistung. Es ersetzt das auf Erfahrungswerten basierende statische Verfahren mit einem Zeithorizont von 3 Monaten durch ein tagaktuelles dynamisches Verfahren. Die Entwickler kommen zu dem Schluss, dass dadurch bei Eintritt sehr günstiger Bedingungen die 2025 benötigte Regelleistung sogar unter dem Wert von 2013 liegen kann. Schon heute sei durch bessere Prognoseverfahren ein Rückgang des Regelenergiebedarfes zu verzeichnen.

(7) In der Kolumne „Alternativen/Batteriespeicher Feldheim und Daber“
Wir informieren Sie übe zwei erfolgreiche Batteriespeicher-Projekte in Brandenburg, die einen Wind- und Solarpark ergänzen. Sie verbessern die Integration der erneuerbaren Energien in das Stromnetz.

(8) In der Kolumne „Alternativen/Pilotprojekt von 50Hertz“
Die Übertragungsnetzbetreiber haben einen weiteren Schritt auf dem Weg zur stärkeren
Systemintegration der erneuerbaren Energien getan. 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben Rahmenbedingungen entwickelt, damit Windparks Regelleistung für die Stabilisierung des Stromnetzes bereitstellen können.

(9) In der Kolumne „Alternativen/Regelenergie durch Windparks“
Auf Basis eines Windparkpools, bestehend aus fünf Einzelparks, wurde der Nachweis erbracht, dass Windparks Regelenergie bereitstellen können. Damit werde nun ein „Meilenstein in der Energiewende“ ermöglicht, so die Projektpartner. Der Windparkpool ist regional über die 50Hertz-Regelzone verteilt und verfügt insgesamt über eine installierte Leistung von zirka 170 MW.

(10) In der Kolumne „Alternativen/Enera-Modellregion Aurich“
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) startete das Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ im Februar 2015. Ziel des Förderprogramms ist es, in großflächigen Modellregionen („Schaufenster“) massentaugliche Musterlösungen für eine klimafreundliche, sichere und effiziente Energieversorgung bei hohen Anteilen schwankender Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie zu entwickeln und zu demonstrieren.

Der Windanlagenhersteller Enercon und der Netzbetreiber EWE beteiligen sich am Projekt und vereinbarten eine Kooperation. Aus den Erfahrungen, die beide Unternehmen sammeln werden, wollen sie Standardlösungen für den gesamten deutschen Markt entwickeln. Themenschwerpunkte sind Erzeugung, Verbrauch und Speicherung.

(11) In der Kolumne „Investor Trianel/Zur Geschäftstätigkeit“
Das 750 MW Trianel Steinkohlekraftwerk Lünen und das 850 MW Trianel Gas- und Dampfkraftwerk Hamm sind Investitionssenken, die hohe Verluste in dreistelligen Millionenbeträgen für Trianel und die beteiligten zumeist kommunalen Stadtwerke einfahren.

Nach 5 Monaten Revisions- und Gewährleistungsarbeiten ging das Trinal Steinkohlekraftwerk Lünen wieder ans Netz. Die unerwartet lange Zeit wird von der Öffentlichkeit auch in Zusammenhang mit den hohen Verlusten des Kraftwerks gesehen. Die juristische Auseinandersetzung mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) geht 2016 weiter. Dabei geht es um die Klage gegen die von der Bezirksregierung Arnsberg erteilten Genehmigungen für den Betrieb des Kraftwerks. Der BUND hält sie für rechtswidrig.

Das Trianel Gas- und Dampfkraftwerk Hamm soll im „optimierten Minimalbetrieb“ weiterlaufen. Noch vor Monaten wurde seitens Trianel über Verkauf oder Stilllegung gesprochen.

(12) Unter der Rubrik „Medien“
Wir führen unsere Medienberichterstattung fort.
Neue Inhalte habe ich rot markiert.
So können Sie sich schnell und umfassend informieren.

Mit freundlichem Gruß

Jürgen Wirth
Bürgerinitiative „Kein Energiespeicher am Rennsteig e.V.“

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18. November 2015

Bürgerinitiative erhält Ehrenpreis der CDU Fraktion im Thüringer Landtag

(v.l.) Sigrid Wirth (BI), Jürgen Wirth (BI), MdL Christina Liebetrau (CDU)

Die CDU Fraktion im Thüringer Landtag ehrte in einer Festveranstaltung im Kaisersaal in Erfurt am 18.11.2015 zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus allen Teilen des Freistaates für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und ihr Engagement um das Gemeinwohl. Unter den Preisträgern war auch ein Mitglied des Vorstandes unserer Bürgerinitiative. Der Ehrenpreis wurde vom Fraktionsvorsitzenden der CDU MdL Mike Mohring verliehen. Die Laudation hielt MdL Egon Primas (CDU).

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4. August 2015

Michael Sterner, Professor für Energiespeicher an der OTH Regensburg

„Die Preise für Batterien sind so weit gefallen, dass es sich lohnt Batteriekraftwerke zu bauen. Sie sind eine massive Konkurrenz zu Pumpspeichern.“

Quelle: Videobotschaft an das Aktionsbündnis gegen das Pumpspeicherwerk am Osser (Bayerischer Wald), www.gegen-psw-osser.de, 04.08.2015

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26. Juli 2015

Michael Sterner, Professor für Energiespeicher an der OTH Regensburg

„Von der Wirtschaftlichkeit sieht es so aus, dass Pumpspeicherwerke an keinem Markt derzeit wirtschaftlich sind. Selbst alte abgeschriebene Pumpspeicherwerke sind nicht im Geld. Und die Konkurrenz in Form von Batterien und Batteriekraftwerken ist so stark, dass ich nicht weiß, ob das Geld, das in Pumpspeicherwerke inverstiert wird, wieder herauskommt.“

Quelle: www.br.de, Rundschau vom 26.07.2015

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5. Juni 2015

Newsletter 05.06.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe unser Portal www.schmalwasser-aktiv.de aktualisiert, so dass Sie es aktuell abrufen können. (Rev. 05.06.2015.00)
„Wir sind uns in den Sondierungsgesprächen einig geworden, dass wir gemeinsam mit dem Investor Trianel eine Alternativplanung entwickeln wollen“, sicherte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach der Landtagswahl im Oktober 2014 der Bürgerinitiative zu. Wie es sich herausstellte, gab es zu keiner Zeit den ernsthaften Willen zu Verhandlungen. Wir beleuchten die Erklärungsversuche der Landesregierung und zeigen exemplarisch deren unzureichendes Fachkonzept. Wir könnten Genugtuung empfinden, dass sich nach Trianel nun auch die Landesregierung an unseren Fachargumenten abarbeitet. Gerade das machen wir aus Respekt vor den Wissenschaftlern und Fachleuten nicht, deren Ergebnisse wir maßgeblich heranziehen.

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11. April 2015

Newsletter 11.04.2015

Liebe Mitglieder und Unterstützer der Bürgerinitiative,

das Thüringer Landesverwaltungsamt hat die Pläne des Investors Trianel zum Bau des
Pumpspeicherwerkes Schmalwasser am Rennsteig trotz erheblicher Verstöße gegen die Ziele der Landesplanung genehmigt. Die Thüringer Landesregierung stellt sich demonstrativ hinter diese Entscheidung.

Noch vor Wochen gab Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) vor, hinter den Zielen der Bürgerinitiative und für den Schutz des Rennsteigs zu stehen und mit Trianel über einen anderen Oberbeckenstandort verhandeln zu wollen. Davon will er heute nichts mehr wissen.

Die Thüringer Landesregierung bemüht stattdessen in beispiellos dreister Art den Bürgerwillen zur eigenen Rechtfertigung. Die Vergrößerung des Abstandes des Oberbeckens zum Rennsteig und die Absenkung des
Oberbeckenrandes – beides kosmetische Operationen – kamen nicht durch Berücksichtigung der Forderungen der Bürger vor Ort zustande, sondern haben zwei Landesbehörden gefordert. Unter ihnen das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege, dessen prinzipielle Ablehnung des Oberbeckenstandortes einfach umgedeutet wurde.

Der Investor Trianel verfolgt ausschließlich eigene spekulative wirtschaftliche Ziele, denen sich Thüringen mit Unterstützung der Landesregierung unterzuordnen hat. Im eigenen Bundesland Nordrhein-Westfalen gescheitert, legt er dort weitere Planungen beflissentlich auf Eis.

Widersetzt Euch dieser verhängnisvollen Entwicklung.

Wir organisieren in diesem Jahr zum vierten Mal eine Sternwanderung zur Bergwacht an der Neuhöfer Wiese in unmittelbarer Nähe zum geplanten Oberbeckenstandort am Rennsteig. Nehmt daran teil und setzt ein Zeichen des Widerstandes.

In unserem Portal www.schmalwasser-aktiv.de könnt Ihr in der Rubrik „Aktuell/Sternwanderung am 1. Mai 2015“ Einzelheiten zu den Wanderrouten erfahren.

Mit freundlichem Gruß

Jürgen Wirth
Bürgerinitiative „Kein Energiespeicher am Rennsteig e.V.“

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1. April 2015

Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesystem an der HTW Berlin

„Statten wir jeden zweiten Haushalt und jeden zweiten Gewerbebetrieb mit einem kleinen Batteriespeicher aus, übersteigt die resultierende Speicherkapazität die der vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke um mehr als das Zweifache. Selbst kurzfristige Leistungsschwankungen im zweistelligen Gigawattbereich hätten dann ihren Schrecken verloren.“

Quelle: Artikel „Keine Angst vor der Sonnenfinsternis“ auf www.volker-quaschning.de, 03/2015

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27. März 2015

Newsletter 27.03.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe unser Portal www.schmalwasser-aktiv.de aktualisiert, so dass Sie es aktuell abrufen können. (Rev. 27.03.2015.00)
Erlauben Sie uns zum Inhalt des aktuellen Newsletters noch eine Anmerkung.

Wir sehen eine unserer Aufgaben darin, Transparenz zu schaffen, den Zusammenhang mit der wissenschaftlich-technischen Entwicklung in Deutschland herzustellen und Widersprüche aufzudecken. In der öffentlichen Meinungsbildung zum geplanten Pumpspeicherwerk Schmalwasser zeichnet sich ein klares Bild ab. Das Pumpspeicherwerk Schmalwasser am Rennsteig wird von einer ganzen Region sowohl bei der Mehrzahl der Bürger, als auch durch Beschlüsse der Regionalparlamente abgelehnt. Weder Ministerpräsidentin a.D. Christine Lieberknecht (CDU), noch Ministerpräsident Bodo Ramelow für die Landesregierung und die Linke , als auch Mike Mohring für die CDU unterstützen das Projekt. Dessen ungeachtet ist kein Einfluss auf das Genehmigungsverfahren zu erkennen.

Dieser Ablauf im Freistaat Thüringen ist einmalig in Deutschland und findet keine Entsprechung in anderen Bundesländern, in denen auch Planungen für Pumpspeicherwerke durchgeführt werden.

Neue Inhalte:
(1) Auf der Titelseite unter „Aktuelle Mitteilungen“
Nicht alles anders, aber vieles besser? Bodo Ramelow im 100-Tage-Test“ – unter diesem Titel stellte sich
Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) seinem politischen Herausforderer Mike Mohring (CDU) den Fragen von Dr. Andreas Menzel und den Fragen der Zuschauer in der Sendung „Fakt ist…“ des MDR Fernsehens am 09.03.2015.

Sowohl MP Bodo Ramelow als auch Mike Mohring lehnten die Planungen des Investors Trianel zur industriellen Nutzung des Rennsteigs durch ein Pumpspeicheroberbecken ab. Linke und CDU haben mit 67,1% des Thüringer Landtages in dieser Frage die Gestaltungsmehrheit. Damit fehlt Trianel der politische Rückenhalt in der Thüringer Landespolitik.
(2) Auf der Titelseite unter „Grundsatzentscheidung und Unternehmenslobbyismus“
Wir ergänzen die Liste um den Bittbrief von Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund (Grüne) an den Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vom 27.02.2015. Hierin fordert sie die
Bundesregierung auf, Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Durchsetzung der Pumpspeicherplanungen in Thüringen auf Bundesebene zu schaffen. Das sollen Ausgleichsmaßnahmen in Analogie zu Eingriffen in Natur und Landschaft, Subventionen für unwirtschaftliche Pumpspeicherwerke und die Honorierung Thüringens für die Durchsetzung dieser Projekte sein.

Damit ist zum wiederholten Mal bestätigt, dass die Thüringer Grünen die Planungen für das Pumpspeicherwerk Schmalwasser grundsätzlich unterstützen und dessen Durchsetzung im Sinne des Investors Trianel aktiv auf Landes- und Bundesebene betreiben.

(3) In der Kolumne „Nagelprobe/Schwarzer Freitag und unerfüllte Hoffnungen eines Pumpspeicher-
Betreibers während der Sonnenfinsternis am 20.03.2015“
Die partielle Sonnenfinsternis über Deutschland am Freitag, den 20.03.2015, sollte der ultimative Testfall zum Nachweis der Bedeutung der Pumpspeicher für die Bewältigung der Energiewende werden. Fachleute erwarteten, dass sich die Energieerzeugungsrampe während der Sonnenfinsternis und die
Erzeugungssituation 2030 gleichen. Deutschlandweit musste eine Erzeugungsrampe von 13.000 MW ausgeregelt werden.

Wir analysieren die Fahrpläne der beiden größten deutschen Pumpspeicherwerke Goldisthal (Thüringen) und Markersbach (Sachsen) während der Sonnenfinsternis und beschreiben deren realen Anteil am Energieversorgungssystem. Dieser fällt für den Betreiber der beiden Pumpspeicherwerke ernüchternd aus. Von den ausgeschriebenen 4.500 MW Regelleistung der Netzbetreiber steuerten sie nur einen geringen Teil bei. Die Auslastung war im Vergleich zum Leistungsvermögen der Pumpspeicherwerke so überschaubar, dass ohne Einfluss auf die Stabilität des Stromversorgungssystems ein Pumpspeicherwerk abgeschaltet werden könnte. Damit wäre das verbleibende nicht einmal an seine Leistungsgrenze gekommen.

Nach wie vor puffern die PSW Goldisthal und Markersbach fahrplanmäßig Nachtstrom aus ostdeutschen Braunkohlekraftwerken. Während der Sonnenfinsternis ersetzten sie den fehlenden Strom aus erneuerbarer Energie durch CO2-belasteten Braunkohlestrom. Umweltschützer bezeichnen das als „Greenwashing“.

(4) In der Kolumne „Alternativen/ Sachsens größter Batteriespeicher reguliert jetzt Netzschwankungen“
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) nahm am 17.03.2015 in Dresden den größten Batteriespeicher Sachsens in Betrieb. Er würdigte die Investition als “kluge und vorausschauende Investition”. Er sieht sie als wichtigen Beitrag, um Sachsen weiter als Standort für moderne Energiespeicher-Technologien zu profilieren. Das Projekt kostete 1,35 Mio. Euro und wurde aus Mitteln der EU gemäß der Richtlinie Energie und Klimaschutz (RL EuK/2007) als Modell- und Demovorhaben Erneuerbare Energien mit 800.000 Euro gefördert.

In einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin von Oktober 2014 werden die Vorteile dezentraler innovativer Speichersysteme beschrieben. Ein Vorteil ist, dass sie direkt am Ort der Stromerzeugung den benötigten zeitlichen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage schaffen und dadurch die Stromnetze entlasten.

Am 12. Runden Tisch zum PSW Schmalwasser hielt die Bürgerinitiative einen Vortrag über den investitionstreibenden Einfluss des Pumpspeicherwerkes auf den Ausbau der 380 kV-Trasse von Erfurt/Vieselbach nach Mecklar (Hessen). Nachzulesen unter „Veröffentlichungen/Vorträge der BI/ Netzverstärkung der 380 kV Leitung Erfurt-Vieselbach nach Mecklar und das PSW Schmalwasser“. Trianel und das Energieressort des Thüringer Umwelt- und Energieministeriums (vormals Wirtschaftsministerium) bestreiten das. Als Beweis legten sie Formulierungen in Entwürfen der Netzbetreiber zum
Netzentwicklungsplan vor. Darin wird ausgesagt, das PSW Schmalwasser habe keinen Einfluss auf die Netzverstärkung und sogar eine entlastende Wirkung.

Die Bürgerinitiative kann den Beweis antreten, dass

– Diese Formulierungen maßgeblich und direkt von Trianel erwirkt wurden
– Die Bundesnetzagentur diesem Ansinnen nicht entsprochen hat und die geforderten Formulierungen nicht in den genehmigten Netzentwicklungsplan übernommen hat

(5) Unter der Rubrik „Medien/2015“
Wir führen unsere Medienberichterstattung fort.

Neue Inhalte habe ich rot markiert.
So können Sie sich schnell und umfassend informieren.

Mit freundlichem Gruß

Jürgen Wirth

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11. März 2015

Newsletter 11.03.2015

Liebe Mitglieder und Unterstützer,

Ich habe unser Portal www.schmalwasser-aktiv.de aktualisiert, so dass Ihr es aktuell abrufen können. (Rev. 11.03.2015.00)

Neue Inhalte:
(1) Auf der Titelseite unter „Aktuelle Mitteilung“

Die Arbeit unserer Bürgerinitiative für den Schutz des Rennsteigs vor industrieller Nutzung durch das Oberbecken des geplanten Pumpspeicherwerkes Schmalwasser wird offensichtlich als Bedrohung eingeschätzt.

Anders lässt sich nicht erklären, dass unmittelbar vor der Mitgliederversammlung unserer Bürgerinitiative, die Nachricht vom erfolgreichen Abschluss des Raumordnungsverfahrens in die Medien lanciert wurde. Vereitelt diesen unsinnigen Versuch den Bürgerwillen zu brechen!

Wir haben uns ein wichtiges und wertvolles Ziel für unser Gemeinwesen gesetzt. Wir rufen Euch auf, weiterhin dafür einzutreten.

Mit freundlichem Gruß

Jürgen Wirth

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24. Februar 2015

Newsletter 24.02.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe unser Portal www.schmalwasser-aktiv.de aktualisiert, so dass Sie es aktuell abrufen können. (Rev. 24.02.2015.00)

Neue Inhalte:
(1) Auf der Titelseite unter „Aktuelle Mitteilungen“
Wir laden alle Mitglieder und Mitgliedsvereine zu unserer Mitgliederversammlung am Sonnabend, den
14.03.2015 um 15.00 Uhr im Gasthaus „Zum Rennsteig“, Hauptstraße 1, Rotterode ein. Das Einladungsschreiben finden Sie in unserem Portal, oder wurde den Mitgliedern per Email oder Post zugesandt. Wir hoffen auf rege Teilnahme.

Wie schon die Abgeordneten des Kreistages Schmalkalden-Meiningen und die Stadträte der kreisfreien
Stadt Suhl wendet sich nun die Stadt Steinbach-Hallenberg an die Landesregierung und das
Landesverwaltungsamt mit der dringenden Bitte, die Genehmigungsfähigkeit der Planung des Investors
Trianel zu prüfen. Bürgermeister Christian Endter appelliert an die Verantwortlichen, dem Bau des Pumpspeicheroberbeckens am Rennsteig die Zustimmung zu versagen. „Wir bitten Sie dringend, alternative Vorschläge wirklich zu prüfen“, heißt es im Schreiben.

(2) In der Kolumne „Kommentare/BI auf dem Inselsberg am 25.01.15“
Wie in jedem Jahr so trafen sich auch diesmal am letzten Sonntag im Januar Wander- und Naturfreunde aus den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Gotha zu ihrem Jahrestreffen auf dem Inselsberg. Die
Bürgerinitiative war eingeladen. Mehrere Redner erläuterten ihre durchweg ablehnende Position zum Pumpspeicheroberbecken am Rennsteig. Gemeinsamer Wille sei es, weiter gegen die geplante Großbaustelle am – und für den Erhalt des Rennsteigs einzutreten.

(3) In der Kolumne „Kommentare/BI auf dem Inselsberg am 01.02.15“
Die Bürgerinitiative nahm an der Einweihung des Aussichtsturmes auf dem Inselsberg teil. Er ist mit 916 m die höchste Erhebung am Rennsteig im westlichen Thüringer Wald. Er ist ein Tourismusziel von überregionaler Bedeutung und lebt von seiner faszinierenden Rundumsicht. In der Argumentation Trianels über die vermeintliche Umweltverträglichkeit des Pumpspeicheroberbeckens am Rennsteig hat der Inselsberg eine besondere Bedeutung. „Trianel hat das Projekt so konzipiert, dass das Becken vom Rennsteig aus gar nicht zu sehen sein wird“, steht in einer Veröffentlichung.

Mit dem Aussichtsturm und der Livekamera im Internet ist nun ein erneuter Beweis erbracht, dass diese Aussage nicht haltbar ist. Es ist sogar möglich, in den Speichersee zu blicken. Er wird das Landschaftsbild des Naturparks Thüringer Wald nachhaltig negativ beeinflussen.

Der MDR berichtete im Thüringen Journal über uns.

(4) In der Kolumne „Nagelprobe/Züblin und Vattenfall wissen es“
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Trianel wirbt mit dem Wunschbild, erneuerbare Energien effizient, umweltfreundlich und klimaschonend speichern zu wollen. Die Bürgerinitiative hat in der Vergangenheit mehrfach mit Daten von Betreibern den Beweis erbracht, dass diese Behauptung falsch ist. Wir stellen eine Veröffentlichung des Anlagenbauers Züblin vor, der am Bau des Pumpspeicherwerkes Goldisthal beteiligt war, in dem er schreibt:
„Braunkohlekraftwerke sind schlecht regelbar – sie liefern rund um die Uhr eine konstante Menge Energie. Den nachts erzeugten, überschüssigen Strom nutzen Pumpspeicherkraftwerke, um ihre Speicherbecken aufzufüllen.“ Der Betreiber Vattenfall bestätigt diese fahrplanmäßige Betriebsweise vollständig.
(5) In der Kolumne „Nagelprobe/Thüringer Grüne wissen es jetzt“
Daran müssen sich die Mandatsträger von Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag künftig messen lassen!

Die Fraktion der Grünen im Thüringer Landtag gab ein Gutachten über die Gestaltung der Energiewende in
Thüringen in Auftrag. Mit dem Titel „Was für die Energiewende in Thüringen jetzt zu tun ist?“ liegt das Gutachten des Institut für ZukunftsEnergieSysteme Saarbrücken vom 27.08.2014 der Öffentlichkeit vor und ist auf dem Portal der Fraktion der Grünen abrufbar.

Das Gutachten kommt zum Schluss, dass Pumpspeicher für die Gestaltung der Energiewende in Thüringen ohne Nutzen sind. Sie sind sogar so bedeutungslos, dass sie nicht einmal namentlich erwähnt wurden. Mehr noch, vom Aufbau signifikanter Kurzzeitspeicher-Kapazitäten, in deren Kategorie Pumpspeicher fallen, wird abgeraten und stattdessen Forschungs- und Entwicklungsaktivität in neue Technologien gefordert.

Damit unterstützen die Fraktion der Grünen im Thüringer Landtag und Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund (Grüne) ab Ende August 2014 die Planung des PSW Schmalwasser wissentlich gegen die Ergebnisse des von ihnen eigens beauftragten Gutachtens.
Wir erkennen darin einen fundamentalen Vertrauensverlust in die Glaubwürdigkeit grüner Mandatsträger.

(6) In der Kolumne „Alternativen/WEMAG nimmt Batteriepark in Betrieb“
Wir ergänzen den Bericht um eine Aussage von Thomas Pätzold/WEMAG, in dem sich das Unternehmen als Vorreiter der Energiespeicherung in einem Umfeld mit sehr hohem Anteil erneuerbarer Energie von über 86% in Mecklenburg-Vorpommern positioniert. In zwei Bildern einer Präsentation zeigen wir Prinzip und Einsatzmöglichkeiten des Batteriespeichers. Die Einsatzfelder decken sich vollständig mit denen der Pumpspeicher. Bei der schnellen Spannungshaltung im Millisekundenbereich und der Inselfähigkeit von Teilnetzen ist der Batterie-, dem Pumpspeicher sogar weit überlegen. Die Investitionskosten liegen schon jetzt mit 1,2 Mio. €/MW deutlich unter denen des PSW Schmalwasser mit derzeit 1,7 Mio. €/MW.

(7) Unter der Rubrik „Medien/2015“
Wir setzen die Berichterstattung in den Medien fort.
Neue Inhalte habe ich rot markiert.
So können Sie sich schnell und umfassend informieren.

Mit freundlichem Gruß

Jürgen Wirth

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